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Louisenbrunnentempel Kurpark Bad Homburg v. d. Höhe | © Kur- und Kongreß-GmbH
03.11.2026

Deutscher Metallbaupreis 2026 für den Louisenbrunnentempel in Bad Homburg

Metallmanufaktur Velte für anspruchsvolle Rekonstruktion des historischen Pavillons im Kurpark ausge
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Große Anerkennung für ein besonderes Stück Bad Homburger Stadt- und Kurgeschichte: Die Metallmanufaktur Velte aus Oberursel ist für die Rekonstruktion des Louisenbrunnentempels im Bad Homburger Kurpark mit dem Deutschen Metallbaupreis 2026 in der Kategorie „Sonderkonstruktionen“ ausgezeichnet worden. Mit dem rund 14 Meter hohen Pavillon ist ein kulturhistorisches Wahrzeichen zurückgekehrt, das historische Architektur, anspruchsvolle Metallbaukunst und moderne Fertigungstechniken miteinander verbindet.

 

„Die Auszeichnung ist eine großartige Anerkennung für die handwerkliche Leistung der Metallmanufaktur Velte. Der Louisenbrunnentempel verbindet Bad Homburger Geschichte mit herausragender Metallbaukunst. Wir freuen uns, dass dieses besondere Wahrzeichen unseren Kurpark bereichert und unser kulturelles Erbe für kommende Generationen bewahrt“, sind sich Kurdirektor Holger Reuter und Oberbürgermeister Alexander Hetjes einig.

 

Die Preisverleihung fand am 23. Oktober 2026 im Rahmen des Metallkongresses in Würzburg statt. Der vom Fachmagazin M&T Metallhandwerk & Technik ausgelobte Deutsche Metallbaupreis würdigt herausragende Leistungen im Metallhandwerk. Eine Fachjury bewertet die eingereichten Projekte unter anderem nach handwerklicher Qualität, Kreativität, Design, Innovation und der Lösung technischer Herausforderungen.

 

Historisches Vorbild, moderne Fertigung

Der Louisenbrunnen gehört zu den traditionsreichen Heilquellen Bad Homburgs. Die Quelle wurde 1856/57 erschlossen und nach Louise Friederike von Anhalt-Dessau, der Gemahlin des Landgrafen Gustav, benannt. Wegen des hohen Schwefelgehalts ist sie auch als Schwefelquelle bekannt. Im Jahr 1865 entstand über der Quelle ein gusseiserner Tempel mit filigranen Zierelementen und einer markanten gläsernen Kuppel. Nachdem die Anlage zunehmend verfiel, wurde sie um 1930 abgerissen.

 

Mit der Rekonstruktion konnte dieses besondere Zeugnis der Bad Homburger Kurgeschichte wiederhergestellt werden. Grundlage für die Planung und Gestaltung waren historische Unterlagen und Bilddokumente, insbesondere eine Postkarte aus dem Jahr 1904. In Abstimmung mit dem Architekten und der Denkmalpflege entstand ein Neubau, der die historische Anmutung aufgreift und mit modernen Fertigungsmethoden umsetzt.

 

Die anspruchsvolle metallbauliche Umsetzung erfolgte durch die Metallmanufaktur Velte GmbH aus Oberursel. Sämtliche Bauteile wurden im eigenen Betrieb gefertigt. Die Stützen bestehen aus zusammengeschweißten Laser- und Kantteilen; die Zierelemente wurden lasergeschnitten und angepasst. Eine besondere Herausforderung war das Walzen der Stähle für die Zierelemente und die Glaskuppel. Das Dach des Pavillons besteht aus insgesamt 448 Verbundglasscheiben.

 

Auch die Baustellenlogistik stellte besondere Anforderungen: Da der Kurpark mit seinen Heilquellen in einem Quellenschutzgebiet liegt, mussten die Arbeiten und der Einsatz der Baustellenfahrzeuge so geplant werden, dass keine Flüssigkeiten in den Boden gelangen und die Heilquellen gefährden konnten

 

„Die Rekonstruktion des Louisenbrunnentempels war eine besondere Herausforderung, bei der handwerkliche Präzision und Liebe zum Detail gefragt waren. Es freut uns sehr, dass unsere Arbeit mit dem Deutschen Metallbaupreis ausgezeichnet wurde und wir dazu beitragen konnten, dieses historische Bauwerk wieder zum Leben zu erwecken“, so Dirk Velte, Inhaber und Geschäftsführer der Metallmanufaktur Velte GmbH. 

 
Ein Gewinn für den Kurpark und die Stadtgeschichte
Die Rekonstruktion des Louisenbrunnentempels wurde von der Stiftung Historischer Kurpark initiiert und durch Spenden ermöglicht. Nach intensiver Planung und aufwendiger handwerklicher Arbeit konnte das Bauwerk im Mai 2025 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Heute bereichert der Louisenbrunnentempel den Kurpark erneut und macht ein Stück der historischen Kurtradition Bad Homburgs erlebbar. Die Auszeichnung mit dem Deutschen Metallbaupreis unterstreicht die besondere handwerkliche und gestalterische Leistung des Projekts. Sie zeigt, wie sich die Anmutung eines historischen Bauwerks auf Grundlage einer einzelnen historischen Bildvorlage mit modernen Fertigungsmethoden und einer zeitgemäßen Konstruktion überzeugend umsetzen lässt.
 
Weitere Informationen auf der Internetseite der Stiftung Historischer Kurpark unter: https://lmy.de/AwlQS 

Über die Stiftung Historischer Kurpark
Die Stiftung Historischer Kurpark hat es sich zur Aufgabe gemacht, den denkmalgeschützten Kurpark und die landgräfliche Gartenlandschaft als geschichtsträchtigen Orte mit unterstützenden Maßnahmen zu erhalten, zu pflegen und im Sinne des Parkpflegewerks zu verschönern. Dazu zählen auch kulturelle Projekte, die das traditionelle Brauchtum und die Heimatpflege fördern. www.stiftung-historischer-kurpark.de