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Bad Homburg rüstet Feuerwehr weiter auf
Aktuelles – 21.07.2026
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Bad Homburg rüstet Feuerwehr weiter auf

Neue Spezialfahrzeuge & Einsatztechnik stärken die Feuerwehr für Herausforderungen des Klimawandels
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Bad Homburg v. d. Höhe. Wald- und Vegetationsbrände stellen Feuerwehren angesichts zunehmender Trockenheit und längerer Hitzeperioden vor immer größere Herausforderungen. Um für diese Einsätze bestmöglich gerüstet zu sein, hat die Feuerwehr Bad Homburg ihre Ausstattung gezielt erweitert. „Bei der Feuerwehr entscheidet eine vorausschauende Planung darüber, ob im Ernstfall schnell und wirksam geholfen werden kann. Die neuen Fahrzeuge und Einsatzmittel stärken unsere Einsatzfähigkeit deutlich und sind eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak.

Mit einem neuen Tanklöschfahrzeug stellt die Stadt ein hochgeländegängiges Spezialfahrzeug in Dienst, das speziell für Brände in Wald und Flur entwickelt wurde. Dank leistungsstarkem Allradantrieb, Automatikgetriebe, geschützter Mannschaftskabine und einer Reifendruckregelanlage kann das Fahrzeug auch abseits befestigter Wege sicher eingesetzt werden. Die Motorisierung mit 291 kW (395 PS) sorgt für hohe Leistungsreserven, sodass auch steiles Gelände, weiche Böden oder überflutete Flächen zuverlässig befahren werden können. Eine Reifendruckregelanlage ermöglicht die Anpassung der Fahreigenschaften an die jeweiligen Bodenverhältnisse. Als Sonderausstattung für komplexe Rettungseinsätze verfügt das Fahrzeug an der Fahrzeugfront über eine fest eingebaute Seilwinde zur Selbstbergung.

Sämtliche Löschfunktionen können von den beiden Einsatzkräften direkt aus dem Fahrzeug gesteuert werden. Ergänzend kann ein Besatzungsmitglied über einen Dachausstieg mit einer Löschwasserleitung Bodenfeuer im Nahbereich gezielt von oben bekämpfen. Dank der sogenannten Pump-and-Roll-Funktion ist eine Brandbekämpfung auch während der Fahrt möglich. So lassen sich schnell ausbreitende Flammensäume bei Vegetations- und Feldbränden wirksam bekämpfen. Der an der Fahrzeugfront montierte Wasserwerfer erreicht ebenfalls eine Wurfweite von bis zu 75 Metern und gibt bis zu 1.500 Liter Löschwasser pro Minute als Voll- oder Fächerstrahl ab. Zusätzlich verfügt das Fahrzeug über eine Schaumlöschanlage, umfangreiche Schlauchreserven sowie Einrichtungen zum Selbstschutz: Reifen, Unterbau und empfindliche Fahrzeugkomponenten werden bei Bedarf mit Wasser gekühlt, sodass auch heiße oder bereits verbrannte Flächen sicher befahren werden können.

Mit dem mitgeführten Gerätesatz Waldbrandbekämpfung können Einsatzkräfte vor Ort gezielt unterstützt werden. Zur Spezialausrüstung gehören unter anderem Löschrucksäcke, Waldbrandhacken und Motorsägen. Damit sich die Einsatzkräfte auch abseits befestigter Straßen sicher orientieren können, verfügt das Fahrzeug außerdem über spezielle Navigationsgeräte und digitales Kartenmaterial. „Die Folgen des Klimawandels machen auch vor Bad Homburg nicht halt. Mit den neuen Fahrzeugen schaffen wir die Voraussetzungen, um unsere Feuerwehr bestmöglich auf künftige Herausforderungen vorzubereiten“, betont Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak, der neben der Feuerwehr auch für Nachhaltigkeitsthemen verantwortlich ist. Der gemeinsam mit der Bad Homburger Feuerwehr entwickelte Fahrzeugtyp bildet künftig das Herzstück des schweren Waldbrandzuges und soll schrittweise bei den dafür vorgesehenen Einheiten stationiert werden.

Als weitere Einsatzmittel wurden zwei baugleiche Abrollbehälter mit jeweils 10.000 Litern Löschwasser beschafft. Die Container verfügen über eine eigene Pumpe, einen fernsteuerbaren Wasserwerfer sowie mehrere Löschschläuche und können Flächenbrände sowohl im Stand als auch während der Fahrt bekämpfen. Der Wasserwerfer erreicht eine Wurfweite von bis zu 75 Metern und fördert bis zu 2.500 Liter Wasser pro Minute.

„Durch die große Wurfweite des Wasserwerfers und die Einrichtungen für den Schnellangriff können wir bei Waldbränden Wipfel- und Bodenfeuer gleichzeitig bekämpfen“, betont Branddirektor Daniel Guischard. Ein besonderer Vorteil der neuen Container ist der Schnellablass: Der gesamte Tankinhalt kann innerhalb von weniger als einer Minute in faltbare Löschwasserbehälter abgegeben werden. Von dort aus lassen sich Löschfahrzeuge wieder befüllen oder Wasserförderstrecken aufbauen. Dadurch können die Container im Pendelverkehr eingesetzt und mehrere Einsatzabschnitte gleichzeitig versorgt werden. „Damit eröffnen sich völlig neue taktische Möglichkeiten für unsere Waldbrandeinheiten“, so Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak.

Zusätzlich führen die Abrollbehälter umfangreiche Spezialausrüstung für die Vegetationsbrandbekämpfung mit. Dazu gehören unter anderem tragbare Pumpen, faltbare Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 7.350 beziehungsweise 1.000 Litern sowie weiteres Spezialgerät, mit dem Einsatzkräfte auch abgesetzt im Gelände effektiv arbeiten können. Für den Eigenschutz können sich sowohl die Container als auch das Trägerfahrzeug mithilfe des Wasserwerfers vollständig mit einem Wasserschleier einnebeln.

Mit den neuen Fahrzeugen und Spezialgeräten verfügt die Feuerwehr Bad Homburg künftig über eine deutlich leistungsfähigere Ausstattung zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden. Damit stärkt die Stadt den Schutz von Bevölkerung, Natur und Infrastruktur und stellt die Feuerwehr zugleich auf die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels ein.

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