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Geschichte am Wegesrand | © Stadtarchiv Bad Homburg v. d. Höhe
26.04.25 | Führungen / Wanderungen

Geschichte am Wegesrand

Grenzsteine im Taunus

Ortsgeschichtliche Wanderung mit Andreas Mengel

Routenverlauf: Gotisches Haus – Elisabethenschneise – Deiselschneise – Krausbäumchenschneise – Akazienrondell – Golgrubenfelsen – Viermärkerschneise – Sandplacken – Dornbachquelle – Elisabethenschneise – Gotisches Haus

Termin: Samstag, 26.04.2025, 9 Uhr

Treffpunkt: Gotisches Haus (Bushaltestelle)

Höhenmeter: ca. 550

Länge: ca. 20 km (ganztägig)

Tourencharakter: Ausgedehnte, abwechslungsreiche Waldwanderung (mittelschwer) mit zahlreichen Fernblicken

 

Die Frühjahrswanderung des Stadtarchivs führt entlang der alten Gemeindewaldgrenzen, die nach der Aufteilung der Waldgenossenschaft Hohemark (1813) entstanden. Neben Erläuterungen zu diesen historischen Grenzlinien und ausgewählten Grenzsteinen (u. a. zum Viermärker unterhalb des Kolbenberges) erhalten die Teilnehmenden wissenswerte Informationen zu Wegen (Elisabethenschneise, Mathkreuzweg), Bachläufen (Dornbachquelle), Klein- und Naturdenkmalen (Obelisk auf dem Sangeberg, Krausbäumchen, Goldgrubenfelsen) sowie weiteren am Wegesrand liegenden Zeugnissen der Vergangenheit.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung unter der angegebenen Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse aus organisatorischen Gründen jedoch erforderlich. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Für die vorgesehenen Pausen sollten die Teilnehmer eine kleine Rucksackverpflegung und ausreichende Trinkvorräte bereithalten. Die Rückkehr am Gotischen Haus erfolgt gegen 18 Uhr.

 

Datum

Samstag, 26.04.25 -

Beginn um 09:00 Uhr

Ende um 18:00 Uhr

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Adresse
Tannenwaldweg 102
61350 Bad Homburg v. d. Höhe
Veranstalter
Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 100 4140stadtarchiv@bad-homburg.de
Veranstaltungsort

Gotisches Haus

Das Gotische Haus ist ein 1823 im Auftrag der Landgräfin Elizabeth für ihren Mann, Landgraf Friedrich VI. Joseph, errichtetes Jagdschlösschen am Großen Tannenwald. Es hat, nach dem Tod des Landgrafen im Jahr 1829, seine Funktion nie aufnehmen können und diente fortan den unterschiedlichsten Zwecken. Seine Architektur wurde mehrfach der sich ändernden Nutzung angepasst, bis es nach einem Brand im Inneren völlig zerstört wurde. Nach einer ersten Sanierung in den 1980er Jahren wurde es im Äußeren der ursprünglichen Form weitestgehend angeglichen. Im Inneren hatte das Feuer alles zerstört. Ein mehrgeschossiger Beton- und Mauerbau ersetzte die einstig eingeschossigen Räumlichkeiten, die in viele gesonderten Räume unterteilt wurden.

1985 zog hier das 1916 gegründete Städtische historische Museum ein. Im Mittelpunkt seiner Präsentationen standen die Sammlungen zur Stadt- und Landesgeschichte Hessen-Homburgs sowie die Exponate der Kur- und Kulturgeschichte der Stadt Bad Homburg. Sonderbereiche waren ein Münzkabinett, die „Marienbader Stube“ und das sogenannte „Hutmuseum“.  

2020 wurde mit einer erneuten Sanierung des Gotischen Hauses begonnen. Es wurde mit einem zusätzlichen Treppenhaus ausgestattet, technisch auf den neuesten Stand gebracht und klimaneutral gemacht.

Während der Sanierung blieben 40 000 Objekte der Sammlung vorübergehend im „Schaudepot im Horex Museum“ Interessierten jederzeit zugänglich. Bis dahin wurden im 2012 eröffneten Horex Museum die industriegeschichtlichen Objekte unserer Sammlung, insbesondere zur Mobilitätsgeschichte, ausgestellt.  

Die Sanierung des Gotischen Hauses geht zu Ende. 2025 wird das Museum wiedereröffnet. Seine Fassade zeigt sich in der historischen Formensprache der im 19. JahrhundertTudor-Gotik, einzigartig auf dem europäischen Festland, dessen „Gotische Häuser“ in englischen Landschaftsgärten (s. Puschkin, Pulawy oder das Gartenreich Dessau-Wörlitz) die Architektur der deutschen Gotik, teils mit anderen Stilen kombiniert, zitieren.

Damit entspricht die Fassadengestaltung unseres Gotischen Hauses und die Wegeführung wieder den ursprünglichen Plänen der Landgräfin Elizabeth. Sein Inneres bleibt ein funktionaler Bau dessen neueste Museumstechnik helfen wird, die kostbaren und oft sehr fragilen Objekte, ausgeführt in unterschiedlichsten Materialien, auch für künftige Generationen zu erhalten.  

Alle Sammlungsbereiche werden nach der Eröffnung des Museums Gotisches Haus, in regelmäßig wechselnden Präsentationsformen, ausgestellt. Sonderausstellungen werden die einzelnen Sammlungsgebiete vertiefend darstellen.

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